Malen heißt, mit den Farben des Lebens neue Räume gestalten.

(Marion Theresa Douret)

 

Als ich vor einigen Jahren gefragt wurde, mit welchem Thema ich mich malerisch am liebsten auseinandersetzen würde, fiel mir die Antwort nicht leicht. Mein Thema war damals noch schwer für mich zu erfassen, da es das Leben selbst war.

 

Es fehlte mir der Mut, den Menschen unmittelbar in meinen Werken zu spiegeln. Viel besser gelang mir das durch die Tierwelt. Deren Sozialverhalten, Jagdinstinkte, wilde Schönheit und teilweise auch Sanftmut waren mein Ausgangspunkt.

 

In der heutigen Zeit der zunehmenden Digitalisierung, des Zeitmanagements und der Optimierung geht vieles verloren. Es ist der Blick auf die Natur, die Tier- und Pflanzenwelt, welche uns erdet und uns selbst als einen Teil eines großen Ganzen erfassen lässt.

 

In meinen Werken ist mir der unverstellte Blick auf das einzelne Tier wichtig. Vordergründig besteht die Anziehung der Bilder im Kontrast zwischen realistischer Malweise des Tieres und dem sehr abstrakt gearbeiteten Hintergrund. Es entsteht ein fast dreidimensionaler Eindruck. 

 

Durch die Auseinandersetzung mit dem Tier als solchem, versuche ich, dessen Seele zu erfassen und in meinen Bildern einzufangen. Dies macht den eigentlichen Zauber der Darstellungen aus und lädt zum genauen Betrachten ein.